|
|
|

|
|
Zirkon - Ein neuer
Werkstoff in der Zahnheilkunde
|
|
| „Hauptsache
gut verträglich und am besten im Mund gar
nicht zu sehen!“ Diese Forderungen stellen
immer mehr Menschen an ihren Zahnersatz. Erste
Wahl in Sachen Ästhetik und Bioverträglichkeit
sind Lösungen aus moderner Hightech-Keramik.
Doch welche Zusammensetzung ist für die
jeweiligen Defekte im Gebiss die richtige? Ein
Gespräch mit Ihrem Zahnarzt schafft Klarheit. |
|
| Neben
den bewährten und seit Jahrzehnten erprobten
Werkstoffen wie Gold und Keramik finden
weitere Stoffe und Materialien Einzug in die
Dentalwelt. Immer aktuell und gerne
redaktionell in aller Munde ist das Zirkon,
oft auch das weiße Gold genannt. Dieser
Werkstoff findet seit einigen Jahren Anwendung
in der modernen Zahnmedizin. Aus speziellen Zirkonoxidkeramiken
lassen sich Gerüste für Kronen und Brücken
fertigen, die dann wiederum mit einer
Silikatkeramik verblendet werden. Solche
vollkeramischen Kronen und Brücken werden
schon heute vielfach mit Unterstützung
computergesteuerter CAD/CAM-Verfahren
hergestellt. Für mehr als viergliedrige Brücken
aus Vollkeramik liegen zwar kaum
Langzeiterfahrungen vor, die ersten Ergebnisse
sind aber vielversprechend. Besonders mit dem
noch recht neuen und hoch belastbaren
Werkstoff Zirkonoxidkeramik
wachsen die Spannen, die sich mit Vollkeramik
überbrücken lassen. Bedenkt man also, welche
Fortschritte in den vergangenen zehn bis 15
Jahren mit keramischen Werkstoffen in der
Zahnmedizin erzielt wurden, so ist von diesem
Material auch in der Zukunft noch einiges zu
erwarten. |
| Zirconiumoxide,
auch Zirconiumdioxid oder Zirkonoxid,
nach Zirkon die in der Natur häufigste
Verbindung des Elementes Zirconium.
Zirconiumdioxid findet als keramischer
Werkstoff Verwendung. Die Modifikation
im monoklinen Kristallgitter wird auch
Baddeleyit genannt, diese kommt auch als
Mineral in der Natur vor.
Zirconiumdioxid ist nichtmagnetisch,
gegen Säuren und Alkalilaugen sehr beständig
und besitzt eine hohe Widerstandsfähigkeit
gegen chemische, thermische und
mechanische Einflüsse. Es wird als Weißpigment
z. B. in Porzellan verwendet sowie zur Herstellung
von feuerfesten chemischen Geräten |
|
| Obwohl
man im Dentalbereich von Zirkoniumdioxid
spricht, handelt es sich bei dem
oxidkeramischen Werkstoff umeine keramische
„Legierung“, d. h. es sind neben der
Hauptkomponente ZrO2 (Zirkoniumdioxid) weitere
Komponenten enthalten. Die Gründe hierfür
werden im Folgenden erläutert. Zirkoniumdioxid
ist ein keramischer Werkstoff mit kristalliner
Struktur, wobei reines Zirkoniumdioxid ein
polymorphes Kristallgitter besitzt, d. h. es
weist bei unterschiedlichen Temperaturen
unterschiedliche Gitterstrukturen
auf. Da es sich bei diesem Material um einen
Sinterwerkstoff handelt - man erhält einen
Festkörper durch
das Sintern eines kompaktierten Pulvers - wird
bei der Herstellung ein größerer
Temperaturbereich (z. B. 1500 °C
Raumtemperatur) durchlaufen. Bei
Raumtemperatur weist reines Zirkoniumdioxid
eine monokline Kristallform auf, die sich mit
steigender Temperatur bei 1173 °C in eine
tetragonale Kristallform umwandelt. Diese
tetragonale-monokline Umwandlung ist beim
Abkühlen von der Sintertemperatur (ca. 1500
°C) reversibel und führt zu hohen Spannungen
im Festkörper, da die monokline Phase ein
zirka 5 Prozent höheres Volumen aufweist, was
zur Zerstörung des Sinterproduktes beim
Abkühlen führt. Dieses
Versprödungsverhalten gilt für reines, „unlegiertes“
Zirkoniumdioxid, welches in dieser Art nicht
im Dentalbereich angewendet wird. |
|
| Die
Herstellung von Zirkonarbeiten erfolgt
im der dentalen CAD/CAM-Verfahren (siehe
CAD/CAM-Technologie). Die arbeit
wird am Computer designed und anschließend in
einer Fräsanlage aus einem Rohling (in der
Regel aus einer Scheibe oder einem Block)
gefräst und anschließend in einem Sinterofen
verfestigt. Nach diesem Fertigungsprozess
erfolgt die keramische Verblendung. |
|
|
|
Schlaglichter:
|
|
|
Interessante
Links:
|
|
|
Werbung:
|
|
|
Bookmarkdienste:
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| Letzte
Aktualisierung dieser Seite: 26.05.2010
| Verfasser: J. Slomski | Nachweis/Quelle: Fachlektüren (dentallabor
online), prodente e.V. bzw. Fachrat | Links: http://www.prodente.de/745.0.html?&no_cache=1&sword_list[]=zirkon
| http://www.zirkon24.de/artikel.html
| |
|