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Mundgeruch
- Ein Tabuthema wird gesellschaftsfähig
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Mundgeruch
(Halitosis, Foetor ex
ore) ist unangenehmer Geruch
des Atems. Mundgeruch entsteht
durch flüchtige
Schwefelverbindungen, die sich
unter die ausatmende Atemluft
mengen. Dazu zählen unter anderem
Schwefelwasserstoff (H2S),
1,5-Diaminopentan und Methanthiol.
Diese Stoffe entstehen z. B.
durch die bakterielle Zersetzung
von Nahrungsmittelresten oder
totem Gewebematerial.
http://de.wikipedia.org/wiki/Halitose |
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| Immer
noch wird in Deutschland das Thema
Mundgeruch weitgehend tabuisiert. Es
gilt als peinlich, man spricht nicht darüber
und die Spezialisten, die sich mit der
Behandlung der Halitose beschäftigen
sind im Vergleich zu anderen Ländern
rar gesät. Unverständlich, wenn man
bedenkt, dass mehr als jeder zweite
Erwachsene mehr oder weniger stark an
diesem Problem leidet. Mundgeruch ist
sicherlich unangenehm, vor allem aber
wohl menschlich. |
| Neuere
Erkenntnisse zeigen auf, dass in mehr
als 85 % der Fälle die Ursache für den
Mundgeruch direkt im Rachen-Mundraum zu
suchen ist. Hier leben über 300
verschiedene Bakterienarten. Ca. 80
davon sind für die unangenehme
Geruchsbildung verantwortlich. In der
Hauptsache sind das diejenigen
Bakterien, die Eiweiße zersetzen. Eiweiße
sind sowohl im Speichel als auch in der
Nahrung enthalten, so dass sie in der
Rachen-Mundhöhle ständig vorkommen.
Bei dem Eiweiß-Zersetzungsprozess der
Bakterien werden Schwefelverbindungen
freigesetzt, die dem Atem die
unangenehme Note geben. Das Gegenüber
riecht also den gasförmigen
Zersetzungs- und Stoffwechselprozess der
Bakterien. |
| Dieser
Zersetzungsprozess ist an sich ein ganz
normaler Vorgang, der nicht zwingend zu
Mundgeruch führen muss, denn die
geruchsbildenden Bakterien sind in jeder
Mundhöhle vorhanden. Entscheidend dafür,
ob der unangenehme Geruch entsteht oder
nicht ist allein deren Menge. Solange
ein bakterielles Gleichgewicht im
Mund-Rachenraum besteht, können sie
keinen Schaden anrichten. Ist das
Immunsystem jedoch geschwächt und damit
nicht in der Lage, entsprechende
Abwehrmechanismen in Gang zu setzen, erhöht
sich die Anzahl der geruchsbildenden
Bakterien sehr schnell. |
| Unser
Tipp: Wer Joghurt
löffelt, bekämpft schlechten Atem |
| Joghurt
ist nicht nur lecker, sondern auch
gesund. Das ist nicht neu und sein günstiger
Einfluss auf die Darmflora längst
erwiesen. Doch nun haben japanische
Zahnmediziner entdeckt, dass
Naturjoghurt auch die Ökologie der
Mundhöhle wieder ins Lot bringen kann. |
| Die
japanischen Wissenschaftler ließen ihre
Versuchsteilnehmer über einen Zeitraum
von 6 Wochen täglich 90 g Joghurt löffeln.
Danach enthielt deren Atem deutlich
weniger übelriechende Verbindungen.
Insbesondere der
Schwefelwasserstoffgehalt im Mundraum
sank bis zu 30 %. Diese nach faulen
Eiern müffelnde Substanz ist im
Wesentlichen für schlechten Atem
verantwortlich. Als Grund für die
positiven Wirkungen des Milchproduktes
haben die Experten von der Tsurumi
Universität in Yokohama die aktiven
Bakterienkulturen Lactobazillus
bulgaricus und Streptococcus
thermophilus ausgemacht. Die
Joghurt-Bakterien halten demnach ihre
schädlichen Vettern im Zaum, von denen
rund 600 verschiedene Arten den Mundraum
besiedeln. |
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| Weiterführende
Infos u.a. unter: |
http://www.mundgeruch-herne.de
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http://www.medknowledge.de/krankheiten/mundgeruch.htm
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http://de.wikipedia.org/wiki/Halitose
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| Text/Verfasser:
JS, JB |
| Nachweis/Quelle:
Fachlektüren, Europäische
Forschungsgemeinschaft Halitose e.V. (EFH) |
| Letzte
Änderung dieser Inhalte: 26.05.2010. |