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Speichel offenbart Kariesrisiko
Unser Speichel hat zahlreiche Funktionen – eine der wichtigsten Funktionen ist die Abwehr und damit sorgt er für gesunde Zähne und Zahnfleisch. Im Durchschnitt fließt ein Liter Speichel am Tag durch unsere Mundhöhle. Dabei beseitigt der Speichel Keime und speichert wichtige Mineralien, die zum Aufbau des Zahnschmelzes benötigt werden: z.B. Kalzium, Fluorid, Phosphat und Magnesium. Darüber hinaus hat der Speichel eine wichtige Funktion bei der Nahrungsaufnahme, dem Sprechen und dem Schlucken.
Mit Hilfe sogenannter „Speicheltests“, dessen Wert in der wissenschaftlichen Literatur nicht eindeutig belegt ist, kann die Speichelfließrate (Menge des Speichels) aber auch seine Pufferkapazität (Neutralisation von Säuren in der Mundhöhle) bestimmt werden. Außerdem können bestimmte für die Auslösung von Karies verantwortliche Keimarten bestimmt werden. Daraus lässt sich die derzeitige Kariesaktivität als auch das Risiko für das Auftreten von Karies ermitteln. Der Speichel kämpft ständig gegen Säuren, welche durch Bakterien aus dem Zucker gebildet werden. Karies entsteht dann, wenn der Speichel es nicht mehr schafft, die Säure zu neutralisieren und die Zähne mit Mineralstoffen zu versorgen.
Säure greift Zähne an - Ein Grund für einen kritisch niedrigen pH-Wert kann der häufige Genuss von säurehaltigen Lebensmitteln und Getränken sein. Hierzu gehören unter anderem Zitrusfrüchte, Cola, Fruchtsäfte und Essig. Die permanente direkte Säureeinwirkung kann zu einer sogenannten Erosion des Zahnschmelzes führen. Um dies nicht zu fördern oder zu beschleunigen gilt: Nach Saurem Finger weg von der Zahnbürste – der aufgeweichte Zahnschmelz könnte mit weg geputzt werden. Klüger ist es, 30 bis 60 Minuten zu warten und so dem Speichel das Feld zu überlassen. Dieser neutralisiert mit so genannten ‚Puffern’ die Säure, und versorgt die Zähne mit Mineralstoffen, so dass deren Zahnschmelz wieder hart wird.

Quelle: Prodente e.V.
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